Schnellerer Austausch in der Wissenschaft: Das IfW Kiel ist mit neuem Portal online
Das Timing war perfekt: Nach zweijähriger Entwicklungszeit konnte das sehr komplexe Internet-Portal des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IFW) am 1. März 2008 – rechtzeitig zur CeBIT - online gehen. Die mehrsprachige, flexible Web-Anwendung erfüllt die Anforderung der am Institut beschäftigten Forscher nach einem deutlich schnelleren und komfortableren Austausch untereinander sowie mit anderen Forschern und Instituten.
Das ursprünglich zentrale Webmastering wurde auf eine dezentrale Content-Eingabe
und Administration umgestellt. Die Entwicklung des Portals auf Basis von Plone
unterstützt die hierarchische Vernetzung von Spezialobjekten wie
Forschungsprogrammen,
-bereichen und –projekten. Alle Wissenschaftler und Publikationen werden diesen Objekten
automatisch zugeordnet. Die zentrale Publikationsverwaltung mit ihrem
ausgefeilten Rechte-Konzept erteilt Lesern, Autoren und Co-Autoren
unterschiedliche Lese- und Schreibrechte. In Abhängigkeit vom Objekt können
mehrstufige Freigabe-Workflows definiert werden. Die Versionierung der Inhalte wird
auf Seitenebene durchgeführt; die Veröffentlichung kann automatisch zum
vorgegebenen Zeitpunkt erfolgt.
Über das integrierte Research Management System werden alle Publikationen nach der Freigabe automatisch an unterschiedlichen Stellen im Portal veröffentlicht. So werden sie z. B. in globale Publikationsverzeichnisse wie die Kieler Arbeitspapiere eingestellt und in den Publikationsverzeichnissen der Forschungsbereiche sowie der Projekte aufgelistet. Gleichzeitig werden sie in die standardisierte persönliche „Visitenkarte“ des betreffenden Wissenschaftlers eingefügt. Bei dieser Visitenkarte handelt es sich um eine kompakte, aussagekräftige Homepage mit den Kontaktdaten, dem Curriculum Vitae, den Forschungsprojekten und der Publikationsliste des jeweiligen Forschers. Alle wissenschaftlichen und administrativen Mitarbeiter des Instituts werden in einem automatisierten Personenverzeichnis aufgeführt, von dem aus auch auf die Visitenkarten der Wissenschaftler verlinkt wird.
Ein besonderes Highlight des Portals ist die automatische Setup-Routine, mit der die Netzwerkpartner des IfW ihre eigenen Sub-Portale erstellen können. Die Strukturen und das Content-Management entsprechen denen des Hauptportals. Das Design ähnelt im Aufbau dem übergeordneten Portal, kann jedoch mit eigenständigen Farb- und Grafik-Elementen versehen werden. Jedes Sub-Portal wird von einem Administrator verwaltet, der die Zugriffsrechte der jeweiligen Anwender regelt.
So beschleunigt und vereinfacht das Portal mit seinen hoch entwickelten Features den Austausch in der internationalen wissenschaftlichen Diskussion – was bei den catWorkX-Besuchern während der CeBIT auf großes Interesse stieß.
Das Webportalsystem unterstützt das IfW auf seinem Weg zu einem globalen Institut, in dem die Grenzen zwischen internen und externen Mitarbeitern zunehmend verschwinden, Wissenschaftler unabhängig von Raum und Zeit an gemeinsamen Projekten arbeiten und hierzu bedarfsgerecht Zugang zu den Ressourcen und Forschungsprozessen des IfW erhalten.
